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Nougat

Nougat selber machen

Einfach und lecker: Nougat selbstgemacht

Nougat selbst zu machen ist einfacher als gedacht. Mit ein paar einfachen Zutaten und den richtigen Tipps wird die eigene Küche zur kleinen Nougatmanufaktur. Das Ergebnis ist ein samtiger, nussiger Genuss, der nicht nur in Pralinen und Schokolade glänzt, sondern auch pur ein echter Leckerbissen ist. Dieser Artikel zeigt das klassische Rezept, eine vegane Alternative und viele kreative Ideen, was man mit selbstgemachtem Nougat noch alles anfangen kann.

Wer ihn nicht kennt, den samtigen, nussigen Geschmack? Dieser süße Genuss ist ein Highlight in Pralinen und Schokolade, aber auch pur ein echter Leckerbissen. Viele denken, dass die Herstellung kompliziert ist, aber das muss nicht der Fall sein. Mit den richtigen Tipps gelingt es auch zu Hause überraschend gut.

Was ist Nougat?

Nougat ist eine köstliche Süßigkeit, die in vielen verschiedenen Kulturen und Ländern beliebt ist. Es handelt sich um eine Masse aus Zucker, Nüssen, Eiweiß und oft auch Schokolade. Diese Zutaten werden zu einer zähen, weichen Paste verarbeitet, die unglaublich lecker schmeckt. Je nach Region und Tradition gibt es große Unterschiede in Konsistenz, Zutaten und Verwendung. Während in Italien und Frankreich eher luftiges, weiches Nougat mit Mandeln und Eiweiß typisch ist, kennen viele in Deutschland vor allem die feste, schokoladige Variante aus Pralinen und Schokoriegeln.

Geschichte des Nougats

Die Ursprünge von Nougat reichen viele Jahrhunderte zurück. Es wird vermutet, dass es seine Wurzeln im Nahen Osten hat, wo Honig, Nüsse und getrocknete Früchte schon früh zu süßen Massen verarbeitet wurden. Nougat war früher eine teure Delikatesse, die nur von den Reichen genossen werden konnte, da Zucker und Nüsse lange Zeit kostbare Güter waren. Im Laufe der Zeit verbreitete es sich jedoch in ganz Europa und wurde zu einer beliebten Süßigkeit für jedermann. Städte wie Montélimar in Frankreich und Cremona in Italien wurden berühmt für ihre Nougatspezialitäten und exportierten sie in die ganze Welt. Mehr zur Geschichte gibt es hier: Nougat unwiderstehlich: Die Geschichte des Nougats

Zutaten und Techniken für die Herstellung

Nougat selbst zu machen ist einfacher als man denkt. Hier sind die grundlegenden Zutaten und ihre Rolle im Rezept:

  • Zucker: Die Hauptzutat. Er gibt dem Nougat seine Süße und Textur. Feiner Kristallzucker löst sich am gleichmäßigsten auf.
  • Nüsse: Mandeln und Haselnüsse sind die beliebtesten Sorten. Sie verleihen dem Nougat Biss und Aroma.
  • Eiweiß: Das steif geschlagene Eiweiß sorgt für die luftige Konsistenz des klassischen Nougats.
  • Schokolade: Optional, aber beliebt. Sie gibt dem Nougat einen intensiveren Geschmack und eine dunklere Farbe.
  • Honig: Verleiht eine natürliche Süße und unterstützt die Bindung der Masse.

Die Technik zur Herstellung erfordert Geduld und Genauigkeit. Es ist wichtig, die Zutaten korrekt zu messen und die richtige Temperatur während des Kochvorgangs zu halten. Das geschmolzene Zuckernussgemisch wird dann mit dem geschlagenen Eiweiß kombiniert und zu einer festen Masse gerührt. Sobald es abgekühlt und fest geworden ist, kann es in Stücke geschnitten und genossen werden. Wer das erste Mal Nougat kocht, wird überrascht sein, wie schnell die Masse fest wird und wie intensiv der Duft der gerösteten Nüsse die Küche erfüllt.

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Klassisches Nougatrezept

Das klassische Rezept ist weich, nussig und leicht zäh. Ein Zuckerthermometer ist dabei sehr hilfreich, da die Zuckermasse auf die richtige Temperatur gebracht werden muss. Für weiches Nougat genügen etwa 130 Grad, für festeres sollte die Masse auf 140 bis 145 Grad erhitzt werden. Wer kein Thermometer hat, kann den Tropfentest verwenden: Ein Tropfen der heißen Masse in kaltes Wasser geben. Bildet er einen weichen Ball, stimmt die Temperatur für weiches Nougat. Wird er fester, ist die Masse für härtere Varianten bereit.

Zutaten:

  • 200 g Zucker
  • 200 g Honig
  • 100 ml Wasser
  • 200 g Haselnüsse oder Mandeln, geröstet und gehackt
  • 2 Eiweiß
  • 200 g Schokolade (optional)

Zubereitung:

  1. Zuckermasse kochenZucker, Honig und Wasser in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze erhitzen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Auf 130 bis 145 Grad erhitzen je nach gewünschter Festigkeit.
  2. Nüsse hinzufügenDie gerösteten und gehackten Haselnüsse oder Mandeln hinzufügen und gut umrühren, bis die Mischung eine goldene Farbe annimmt.
  3. Eiweiß einarbeitenDie Eiweiße steif schlagen und vorsichtig in die Zuckernussmischung einrühren.
  4. Rühren bis zur KonsistenzDie Masse weiter rühren, bis sie dick und zähflüssig wird.
  5. Schokolade einrührenWer Schokolade verwenden möchte, gibt sie jetzt hinzu und rührt, bis sie vollständig geschmolzen ist.
  6. Gießen und abkühlenDie Nougatmasse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gießen und gleichmäßig verteilen. Mindestens 2 bis 3 Stunden abkühlen und fest werden lassen.
  7. SchneidenSobald die Masse fest geworden ist, in kleine Stücke schneiden und genießen.
💡 Tipp: Ein Zuckerthermometer macht die Herstellung deutlich sicherer und zuverlässiger. Ohne genaue Temperaturkontrolle kann die Masse zu weich oder zu hart werden.

Nougat selber machen

Variationen und kreative Ideen

Nougat selbst zu machen bietet Raum für viele Variationen und kreative Ideen. Das Grundrezept ist dabei nur der Ausgangspunkt. Durch das Hinzufügen verschiedener Zutaten lässt sich der Charakter der Masse komplett verändern. Frische Früchte sorgen für eine erfrischende Note, Gewürze wie Zimt oder Kardamom geben eine wärmende Tiefe und andere Nusssorten verändern Textur und Aroma erheblich.

  • Frische Früchte: Himbeeren, Erdbeeren oder Bananen hinzufügen für einen erfrischenden Geschmack.
  • Gewürze: Zimt, Vanille oder Kardamom verleihen dem Nougat eine zusätzliche Geschmacksnote.
  • Andere Nüsse: Neben Haselnüssen und Mandeln passen auch Walnüsse, Cashewnüsse oder Pistazien sehr gut.
  • Verschiedene Schokoladensorten: Dunkle Schokolade, weiße Schokolade oder Milchschokolade verändern den Charakter der Masse deutlich.

Kreative Verwendung in Desserts und Gebäck

Selbstgemachtes Nougat ist nicht nur als eigenständige Süßigkeit ein Genuss. Es lässt sich auch wunderbar in anderen Rezepten einsetzen und verleiht Desserts und Gebäck eine besondere Tiefe. Viele klassische Backrezepte werden durch ein wenig Nougat als Füllung oder Topping deutlich interessanter.

  • Nougateis: Stücke in hausgemachtes Eis einarbeiten für eine besondere Textur und einen intensiven Geschmack.
  • Nougatbrownies: Als Füllung oder Topping für Brownies verwenden für eine zusätzliche Schicht Geschmack.
  • Nougatmuffins: Als Überraschungsfüllung in Muffins geben. Beim Backen schmilzt die Masse und ergibt eine wunderbar saftige Überraschung.
  • Nougattorte: Als Füllung zwischen Biskuitböden oder als Teil einer Creme verwenden.
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Veganes Rezept ohne tierische Produkte

Wer auf tierische Produkte verzichten möchte, muss nicht auf den Genuss verzichten. Diese vegane Variante kommt ohne Eier und Milch aus und ist eher eine schokoladige Creme als das klassische luftige Original. Sie überzeugt aber mit intensivem Aroma und lässt sich genauso gut in Stücke schneiden und verschenken. Der Unterschied liegt vor allem in der Konsistenz: Die vegane Variante ist kompakter und erinnert mehr an eine feste Schokoladenmasse als an das zähe, luftige Nougat der klassischen Version.

Zutaten:

  • 200 g vegane Schokolade, am besten Zartbitter
  • 100 g gemahlene Haselnüsse
  • 100 g Kokosöl
  • 2 EL Ahornsirup
  • 1 TL Vanilleextrakt

Zubereitung:

  1. Schokolade schmelzenVegane Schokolade im Wasserbad schmelzen, bis sie komplett flüssig ist.
  2. Kokosöl einrührenDas Kokosöl hinzufügen und gut umrühren, bis es sich vollständig mit der Schokolade vermischt hat.
  3. Restliche Zutaten hinzufügenGemahlene Haselnüsse, Ahornsirup und Vanilleextrakt hinzufügen und alles gut umrühren, bis eine glatte Masse entsteht.
  4. KühlenDie Masse in eine mit Backpapier ausgekleidete Form gießen und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank fest werden lassen.
  5. Schneiden und genießenSobald die Masse fest geworden ist, in Stücke schneiden und genießen.

Wer keine gemahlenen Haselnüsse zur Hand hat, kann auch Mandeln oder Cashewnüsse verwenden. Anstelle von Kokosöl eignet sich auch vegane Margarine als Bindemittel. Für eine Geschmacksvariation passen Zimt oder Kardamom sehr gut dazu. Experimentieren lohnt sich hier besonders, da die vegane Variante sehr tolerant gegenüber Abwandlungen ist und immer noch gut gelingt.

Tipps für die perfekte Herstellung

  • Hochwertige Zutaten wählen: Gute vegane Schokolade und frische gemahlene Haselnüsse machen den Unterschied im Geschmack.
  • Auf die Konsistenz achten: Die Schokolade vorsichtig im Wasserbad schmelzen und das Kokosöl gut einrühren, um eine glatte und cremige Textur zu erreichen.
  • Ausreichend kühlen: Mindestens 2 Stunden im Kühlschrank fest werden lassen, damit es sich gut schneiden lässt.
  • Mit Gewürzen experimentieren: Zimt oder Kardamom geben dem Nougat eine zusätzliche Geschmacksnote.

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Selbstgemachtes Nougat eignet sich wunderbar zum Verschenken. Kleine Stücke in Backpapier eingewickelt und in einer hübschen Dose verpackt machen ein persönliches Mitbringsel. Wer es als Geschenk plant, kann verschiedene Varianten kombinieren — die klassische Variante mit Haselnüssen neben der veganen Schokoladenvariante macht bereits optisch etwas her. Mit einem kleinen handgeschriebenen Rezeptzettel dazu wird das Geschenk noch persönlicher.

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Der Moment, in dem aus Zucker und Nüssen etwas ganz anderes wird

Es gibt beim Nougatkochen einen Punkt, an dem die Masse im Topf plötzlich anders aussieht. Die Farbe wechselt, die Konsistenz zieht sich anders, der Geruch wird voller und nussiger. Wer diesen Moment kennt, versteht, warum Menschen seit Jahrhunderten diese Süßigkeit herstellen. Es ist nicht nur das Ergebnis, das befriedigend ist, sondern der Prozess selbst. Die Geduld beim Rühren, das genaue Beobachten der Temperatur, das Warten bis die Masse die richtige Farbe bekommt. Das alles passiert im Stillen, fast meditativ, und am Ende liegt auf dem Backblech etwas, das man selbst gemacht hat. Das schmeckt man.

Fazit

Das Herstellen von Nougat zu Hause bietet die Möglichkeit, eine köstliche Süßigkeit ganz nach den eigenen Vorlieben und mit ausgewählten Zutaten zu gestalten. Auch mit einer veganen Alternative lässt sich eine cremige und aromatische Delikatesse herstellen. Insgesamt ist die Herstellung eine lohnende und köstliche Erfahrung, die zeigt, wie viel in wenigen einfachen Zutaten stecken kann.

Häufige Fragen

Weißes Nougat enthält Eiweiß und hat eine hellere, luftigere Konsistenz. Dunkles wird ohne Eiweiß hergestellt und ist fester und kompakter. Die bekannteste Form des dunklen ist das aus Schokolade und Haselnüssen, wie man es aus Pralinen kennt.
Die Zuckermasse wurde wahrscheinlich nicht heiß genug erhitzt. Für feste Konsistenz sind mindestens 140 Grad nötig. Ein Zuckerthermometer ist dabei sehr hilfreich. Bei der veganen Schokoladenvariante liegt es oft daran, dass das Kokosöl nicht vollständig eingearbeitet wurde.
Die klassische Variante hält sich in einer luftdichten Dose bei Zimmertemperatur etwa zwei bis drei Wochen. Die vegane Schokoladenvariante sollte im Kühlschrank aufbewahrt werden und hält sich dort etwa eine Woche.
Das ist möglich, aber schwieriger. Als Hilfsmittel eignet sich der Tropfentest: Einen Tropfen der heißen Zuckermasse in ein Glas kaltes Wasser geben. Bildet er einen weichen Ball, ist die Temperatur für weiche Konsistenz erreicht. Wird er fester, eignet er sich für härtere Varianten.
Haselnüsse sind der Klassiker und geben das typische Aroma. Mandeln sind etwas milder und knackiger. Pistazien bringen Farbe und ein feines Aroma. Walnüsse haben eine leicht bittere Note, die gut mit dunkler Schokolade harmoniert.