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Pralinengießform

Pralinengießformen: Polycarbonat vs. Silikon und was beim Kauf wichtig ist

Wer zum ersten Mal Pralinen in einer Form gießt und sie aus der Pralinengießform löst, erlebt einen Moment der echten Befriedigung: Die Schokolade hat die Form perfekt angenommen, die Kanten sind scharf, die Oberfläche glänzt. Oder das Gegenteil: Die Pralinen kleben, brechen beim Herauslösen, die Oberfläche ist matt und rau. Der Unterschied liegt fast immer an der Form. Pralinengießformen sind eines der Werkzeuge, bei denen die Wahl des Materials und der Qualität direkt sichtbare Auswirkungen auf das Ergebnis hat. Dieser Artikel zeigt welche Formen es gibt, was sie unterscheidet und worauf man beim Kauf achtet.

Polycarbonat oder Silikon: Der wichtigste Unterschied

Die grundlegendste Entscheidung beim Kauf einer Pralinengießform ist das Material. Auf dem Markt dominieren zwei Typen: Formen aus Polycarbonat und Formen aus Silikon. Beide haben ihre Berechtigung, aber für unterschiedliche Anwendungen.

Polycarbonat ist das Material der professionellen Chocolatiers. Es ist hart, glatt und leitet Temperatur sehr gleichmäßig. Schokolade zieht sich beim Erstarren leicht zusammen und löst sich aus einer gut gepflegten Polycarbonat-Form fast von selbst. Das Ergebnis sind Pralinen mit scharfen Kanten, glänzender Oberfläche und einer Qualität die aussieht wie aus der Confiserie. Der Nachteil: Polycarbonat-Formen sind empfindlicher in der Handhabung, müssen poliert und gepflegt werden und vertragen keine Spülmaschine.

Silikonformen sind flexibler und einfacher zu handhaben. Man biegt die Form und die Pralinen fallen heraus. Keine Schlagbewegung nötig, kein Polieren. Der Preis ist in der Regel günstiger. Der Nachteil: Silikon leitet Temperatur ungleichmäßiger, was zu matteren Oberflächen führt. Außerdem können Silikonformen mit der Zeit Gerüche aufnehmen, die auf die Schokolade übergehen. Für Einsteiger sind sie gut geeignet, für professionelles Ergebnis führt kein Weg an Polycarbonat vorbei.

✅ Vorteile❌ Nachteile
Polycarbonat: Glänzende scharfe Ergebnisse wie aus der ConfiseriePolycarbonat: Empfindlich, keine Spülmaschine, muss poliert werden
Polycarbonat: Sehr langlebig bei richtiger PflegePolycarbonat: Teurer als Silikon
Silikon: Einfaches Herauslösen durch BiegenSilikon: Mattere Oberflächen, weniger scharfe Kanten
Silikon: Günstiger in der AnschaffungSilikon: Kann Gerüche aufnehmen

Welche Formen gibt es?

Pralinengießformen gibt es in einer schier unüberschaubaren Vielfalt an Motiven, Größen und Tiefen. Die grundlegenden Kategorien sind:

Halbkugelformen sind der Klassiker. Zwei befüllte Hälften werden nach dem Erstarren zusammengesetzt und ergeben eine runde Praline. Aufwendiger als einteilige Formen, aber das Ergebnis ist optisch beeindruckend. Für Ganache-Füllungen sehr gut geeignet.

Tablettformen mit verschiedenen Motiven sind die einfachste Variante. Man gießt die Schokolade ein, lässt sie erstarren und löst die fertigen Formen heraus. Gut für dekorative Schokoladenstücke, Geschenktafeln oder einfache Pralinen ohne Füllung.

Hohlkörperformen ermöglichen gefüllte Pralinen: Man gießt eine dünne Schicht Schokolade ein, lässt sie erstarren, gibt die Füllung hinein und verschließt mit einer weiteren Schicht Schokolade. Das ist die professionellste Methode und ergibt Pralinen mit hauchdünner Schokoladenhülle und maximaler Füllung.

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Bonbonformen für Hartkaramell und Gummibärchen sind technisch Pralinengießformen, aber für andere Materialien ausgelegt. Sie sind meist aus Silikon und für höhere Temperaturen geeignet.

  • Halbkugelformen: Für runde, zweiteilige Pralinen. Zwei Hälften befüllen, zusammensetzen. Beeindruckendes Ergebnis, etwas mehr Aufwand.
  • Tablettformen mit Motiven: Einfachste Variante. Schokolade einfüllen, erstarren lassen, herauslösen. Für Geschenktafeln, dekorative Stücke und einfache Pralinen.
  • Hohlkörperformen: Für gefüllte Pralinen mit dünner Schokoladenhülle. Professionellste Methode, erfordert etwas Übung.
  • Transferfolienformen: Formen die mit einer bedruckten Transferfolie kombiniert werden. Das Muster der Folie überträgt sich auf die Schokoladenoberfläche und ergibt dekorative Effekte.
  • Lollipop-Formen: Für Schokoladenlollis, meist mit einem Stab-Slot. Für Kinder und als Geschenk sehr beliebt.
  • Saisonformen: Weihnachtsmann, Osterhase, Herzen für Valentinstag. Saisonale Motive die man nur zeitweise braucht, daher oft aus günstigerem Silikon.

Was Profis wissen, das Einsteiger oft nicht ahnen

Eine Polycarbonat-Form muss vor der ersten Verwendung und nach jeder Reinigung poliert werden. Nicht mit Wasser, sondern mit einem trockenen, weichen Baumwolltuch, am besten mit etwas Polierwatte. Kleine Kratzer im Polycarbonat übertragen sich 1:1 auf die Schokoladenoberfläche. Eine polierte Form ergibt glänzende Pralinen, eine verkratzte Form ergibt matte.

Die Form muss Raumtemperatur haben wenn man sie befüllt, nie kälter. Eine kalte Form lässt die Schokolade zu schnell erstarren, was zu Luftblasen und ungleichmäßigem Ergebnis führt. Im Winter die Form kurz in einen leicht warmen Raum legen bevor man beginnt.

Nach dem Befüllen die Form einige Male auf die Arbeitsfläche klopfen oder kurz vibrieren um Luftblasen zu entfernen. Profis haben dafür eine Vibrationsplatte, zu Hause reicht ein festes Klopfen auf den Tisch.

Polycarbonat-Formen nie in die Spülmaschine geben. Die Hitze und das Spülmittel greifen das Material an und machen die Oberfläche rau. Nur mit lauwarmem Wasser und einem weichen Tuch reinigen, dann sofort polieren.

💡 Tipp: Wer eine Polycarbonat-Form kauft, sollte sie niemals mit einem Metallwerkzeug bearbeiten. Schon ein einziger Kratzer mit einer Metallpralinengabel überträgt sich auf alle zukünftigen Pralinen aus dieser Form. Immer nur Holz, Kunststoff oder Silikon in der Form verwenden.

Worauf man beim Kauf achtet

Wer eine Pralinengießform kauft, sollte folgende Punkte prüfen:

Die Wandstärke bei Polycarbonat-Formen ist ein wichtiger Qualitätsindikator. Dünne, billige Formen verbiegen sich leicht und geben ungleichmäßige Ergebnisse. Gute Formen haben eine spürbare Steifigkeit. Wer die Form leicht biegen kann, sollte sie zurücklegen.

Die Anzahl der Hohlräume pro Form bestimmt wie viele Pralinen man pro Durchgang herstellen kann. Für den Heimgebrauch reichen 20 bis 30 Hohlräume. Wer größere Mengen produziert, kauft mehrere Formen desselben Typs.

Die Tiefe der Hohlräume bestimmt die Größe der fertigen Praline. Zu flache Hohlräume ergeben dünne Pralinen die kaum Füllung fassen. Zu tiefe Hohlräume brauchen mehr Schokolade und sind schwerer zu befüllen. Eine mittlere Tiefe von 15 bis 25 mm ist für die meisten Anwendungen ideal.

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Kaufkriterien im Überblick

Kriterium Was man beachten sollte
Material Polycarbonat für professionelles Ergebnis, Silikon für einfache Handhabung
Wandstärke Bei Polycarbonat: spürbare Steifigkeit, nicht biegbar
Anzahl Hohlräume 20 bis 30 für Heimgebrauch, mehr für größere Mengen
Tiefe der Hohlräume 15 bis 25 mm für gefüllte Pralinen ideal
Motiv Klassische runde oder eckige Formen sind vielseitiger als sehr spezifische Motive
Reinigung Polycarbonat nur von Hand, Silikon oft spülmaschinenfest

Wie man eine Pralinengießform richtig verwendet

  1. Form vorbereitenPolycarbonat-Form mit einem weichen trockenen Tuch polieren. Sicherstellen dass die Form Raumtemperatur hat, nicht kälter. Keine Fingerabdrücke auf den Innenseiten der Hohlräume hinterlassen.
  2. Schokolade einfüllenTemperierte Schokolade in die Hohlräume gießen bis sie randvoll sind. Die Form dann auf die Arbeitsfläche klopfen um Luftblasen zu entfernen.
  3. Überschuss entfernenBei Hohlkörpern die Form umdrehen und die überschüssige Schokolade herausfließen lassen. Mit einer Palette die Oberfläche abziehen. Eine dünne, gleichmäßige Schicht Schokolade bleibt in den Hohlräumen.
  4. Erstarren lassenDie Form bei Raumtemperatur oder kurz im Kühlschrank erstarren lassen. Nicht zu lange im Kühlschrank, da Feuchtigkeit den Glanz beeinträchtigen kann.
  5. HerauslösenBei Polycarbonat die Form auf die Arbeitsfläche schlagen, die Pralinen fallen heraus. Bei Silikon die Form biegen. Die Pralinen sollten sauber und glänzend sein.

Pflege und Lagerung: Was die Lebensdauer entscheidet

Eine gut gepflegte Polycarbonat-Form hält Jahrzehnte. Eine schlecht gepflegte Form ist nach wenigen Monaten unbrauchbar. Die wichtigste Pflegemaßnahme: Nach jeder Reinigung sofort polieren und trocken lagern. Nie feucht lagern, da Feuchtigkeit das Material angreifen kann.

Formen immer flach lagern, nie aufeinanderstapeln ohne Schutzschicht dazwischen. Direkte Sonneneinstrahlung vermeiden, da UV-Licht Polycarbonat spröde machen kann.

Silikonformen sind pflegeleichter, aber auch sie brauchen Aufmerksamkeit: Nie mit scharfen Gegenständen reinigen, keine aggressiven Reinigungsmittel, nicht übermäßig stark biegen wenn sie kalt sind da Silikon bei Kälte brüchiger wird.

Einstiegsset oder einzelne Formen: Was sinnvoller ist

Viele Hersteller bieten Einstiegssets an, die mehrere verschiedene Formen kombinieren. Das klingt verlockend, hat aber einen Nachteil: Man bekommt viele verschiedene Motive in kleiner Menge statt einer oder zwei Formen in ausreichender Stückzahl. Wer ernsthaft Pralinen herstellen möchte, ist besser bedient mit zwei oder drei Formen desselben Typs in einer klassischen Form wie Halbkugel oder Rechteck. So kann man pro Durchgang mehr Pralinen einer Sorte herstellen und effektiver arbeiten.

Wer tiefer in die Welt der selbst gemachten Schokoladenpralinen einsteigen möchte, findet in unserem Artikel über Schokolade temperieren die Grundlagen für perfekte Ergebnisse. Und wer das passende Gerät dazu sucht, liest unseren Artikel über Schokoladentemperiergeräte.

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Warum die Form so viel ausmacht

Es gibt eine direkte Verbindung zwischen der Qualität der Form und der Qualität des Ergebnisses. Das gilt in kaum einem anderen Bereich der Süßwarenherstellung so stark wie bei Pralinengießformen. Temperierte Schokolade in einer schlechten Form ergibt ein schlechtes Ergebnis. Dieselbe Schokolade in einer guten Polycarbonat-Form ergibt ein Ergebnis, das professionell wirkt. Das macht die Form zu einer Investition die sich direkt auszahlt — nicht in Euro, sondern in Qualität.

Zusammenfassung: Polycarbonat-Formen geben das professionellste Ergebnis mit glänzenden scharfen Pralinen, erfordern aber sorgfältige Pflege. Silikonformen sind einfacher zu handhaben aber liefern mattere Ergebnisse. Beim Kauf auf Wandstärke, Hohlraumtiefe und Anzahl der Kavitäten achten. Formen nie in die Spülmaschine geben und immer poliert lagern.

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Häufige Fragen

Polycarbonat-Formen geben glänzende Pralinen mit scharfen Kanten wie aus der Confiserie, sind aber empfindlicher und müssen gepflegt werden. Silikonformen sind einfacher zu handhaben durch Biegen zum Herauslösen, liefern aber mattere Oberflächen und können Gerüche aufnehmen.
Die Hitze und das Spülmittel greifen das Material an und machen die Oberfläche rau und matt. Diese Rauheit überträgt sich direkt auf die Schokoladenoberfläche. Nur mit lauwarmem Wasser und einem weichen Tuch reinigen, danach sofort polieren.
Nach dem Befüllen die Form mehrmals fest auf die Arbeitsfläche klopfen. Das treibt Luftblasen an die Oberfläche. Profis verwenden eine Vibrationsplatte, zu Hause reicht kräftiges Klopfen.
Für gefüllte Pralinen sind 15 bis 25 mm Tiefe ideal. Zu flache Hohlräume fassen kaum Füllung, zu tiefe brauchen sehr viel Schokolade und sind schwerer zu befüllen und zu verarbeiten.
Einzelne Formen desselben Typs sind sinnvoller als Einstiegssets mit vielen verschiedenen Motiven. Mit zwei oder drei gleichen Formen kann man pro Durchgang mehr Pralinen einer Sorte herstellen und effektiver arbeiten.

Dieser Artikel wurde mit redaktionellem Gespür und Wissen und mit Unterstützung von etwas Süßem und einer KI erstellt.